Einfache Wege, wie mein Date und ich uns eine schöne Zeit bereiten (auch gestand ich ihr meine Liebe)
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Mein Date und ich haben uns heute für einen gemeinsamen Wellnesstag getroffen. Wir beide konnten einen dedizierten Ruhetag gut gebrauchen. Ohne dafür jedoch viel Geld ausgeben zu müssen, trafen wir uns deshalb bei mir zu Hause. Sie brachte Cremes, Peelings, Gesichtsmasken und weiteres mit und ich kümmerte mich ein paar Tage zuvor um den Einkauf für ein leckeres Essen.
Wir haben Süßkartoffeln mit Olivenöl bestrichen und im Ofen gebacken. Dazu gab es eine Salatmischung aus Blattspinat, Kichererbsen, Feta, Tomatenmark, Tomaten und Petersilie. Zwiebeln hatten wir zwar da, vergaßen wir für den Moment jedoch. Es war eine sehr leckere und füllende Kombination. Als Feel-Good-Film fiel unsere Wahl auf Ratatouille und zwischendurch spielten wir auch ein paar Spiele. Wir beide sind eigentlich keine krassen Videospieler, haben jedoch gemeinsames Interesse in ein paar Spielen gefunden. Hollow Knight begannen wir vor ein paar Wochen auf Empfehlung einer meiner Arbeitskollegen. Die Welt zu erkunden und darin voranzuschreiten, gefällt uns sehr. Auch das Kampfsystem macht großen Spaß. Im Vergleich zu ihr habe ich bereits viel Erfahrung aus Fighting Games und weiß daher gut mit dem Controller umzugehen. Sie kann jedoch auch bei den Kämpfen mitmachen, indem sie mithilft, die Angriffsmuster der Gegner zu erkennen. Rätsel und Quests soll es in dem Spiel wohl auch viele geben, nur sind wir bisher lediglich wenigen begegnet, mal gucken, was da noch so kommt. Später haben wir auch noch eine Stunde Big Brain Academy gespielt. Wenn wir beide eine Sache gemeinsam haben, dann ist es unsere Liebe für Gehirnjogging und sich gegeneinander zu battlen. Es ist immer ein Heidenspaß.
Zwischendurch gaben wir uns gegenseitige Nackenmassagen. Als ich an der Reihe war, eine zu bekommen, habe ich mich dabei richtig gehen lassen und meine Gedanken geleert. In dem Moment hatte ich ihr und ihren Händen an meinem Hals volles Vertrauen geschenkt, ohne jegliche Furcht. In ihrer Nähe fühle ich mich wahrlich wohl. In den fünf Monaten, die wir uns nun schon kennen, haben wir viele wundervolle Momente miteinander geteilt. Ich bin jemand, der viel Bedeutsamkeit in den kleinen Momenten entdeckt, und so habe ich auch eine riesige Menge über mich selbst lernen dürfen. Durch sie habe ich mich zudem mit vielen neuen und lehrreichen Inhalten auseinandergesetzt. Insgesamt macht sie mich zu einem besseren, ausgeglicheneren Menschen.
Nachdem die Massage vorbei war, ratterte mein Kopf, wie ihr auffiel. Daher fragte sie mich, wie so oft, was ich gerade am Denken bin. Fast zwei volle Minuten habe ich sie in der Stille lächelnd angesehen, bis meinem Mund die Worte entflohen, die ich jetzt schon länger in mir trage: Ich liebe dich
Von ihr wurde es liebevoll aufgenommen. Sie nahm mich in den Arm, gab mir einen Kuss und bedankte sich dafür, dass ich es mit ihr teilte. So schwer, wie es mir in dem Moment fiel, alle meine Gedanken ordentlich auszusprechen, ging ich nur auf ein paar Dinge ein, die mir im Kopf herumschwirrten. Der große Fokus lag darauf, wie sie mich zu einem besseren, ausgeglicheneren Menschen macht. Was sie mir daraufhin entgegenbrachte, war wundervoll. Sie sagte, ich sei bereits ein guter Mensch gewesen. Diese Worte haben meine Emotionen überfluten lassen und meine Tränen habe ich nicht zurückhalten können. Verdammt … Selbst wo ich gerade diese Zeilen hier schreibe, kommen sie mir wieder hoch.
Wenn du bis hierhin gelesen hast, fragst du dich bestimmt, ob sie ebenfalls empfindet, wie ich. Wenn sie es nicht tut, wie würde es nur mit uns weitergehen können? Sie brachte mir meine direkten Worte nicht entgegen und das ist auch erst einmal in Ordnung. Film, Fernsehen und Social Media bringen uns viele Dinge falsch bei, und ein gegenseitiges „Ich liebe dich“ ist kein Muss. Jeder bringt seine Gefühle anders zum Ausdruck, geht mit ihnen anders um und hat sein eigenes Tempo dafür. Nur weil ich mir meiner Gefühle bewusst bin und sie auf diese Art und Weise ausdrücke, braucht sie keinen Druck zu empfinden, es ebenfalls zu sein und genauso auszudrücken. Auch haben wir uns bisher kein Label gegeben. Aktuell sind wir nicht Freund und Freundin, sondern einfach zwei Menschen, die einander exklusiv am Daten sind. Wir finden vieles über einander und uns selbst heraus. Zwischendurch haben wir auch direkte Gespräche, in denen es um wichtige Themen geht. Zu wissen, wie der jeweils andere zu Kindern, Heiratsanträgen und Weiterem steht, sollte man nicht außer Acht lassen. Was aus uns wird und ob überhaupt, werden wir sehen. Am wichtigsten ist unser respekt- und liebevoller Umgang miteinander und welche Bedeutung wir unserer gemeinsamen Zeit geben. Nicht wie es andere machen oder eigentlich sein sollte.
Was mich heute dazu bewegte, es ihr zu sagen, war Folgendes: Realistisch gesehen, werden wir beide morgen wieder in einen neuen Tag starten. Garantiert ist es jedoch nicht. Das Leben hält zwar viel Schönes bereit, aber genauso viel Unerwartetes, das alles ändern kann. Für welch unwahrscheinlichen Fall, der auch immer eintreten könnte, soll sie wissen, wie gerne ich mit ihr Zeit verbringe und dass sie wahrlich gemocht wurde und wird.
Ich gehe an uns mit viel Gleichmut heran. Wenn es mit uns beiden langfristig weitergeht, schön. Wenn nicht, ändert es nichts an unserer bisherigen, gemeinsamen, bedeutsamen Zeit.
Danke für alles bis hierhin. Ich liebe dich

