Lange war ich nicht mehr so gestresst

Und das nur, weil ich nicht auf meinen Schlaf achtete, sehr unnötig von mir…


2–4 Minuten

|

561 Wörter

|


Aktuell bin ich dabei, meine Wohnung umzustellen und Verbesserungen vorzunehmen. Ich sehe mich die nächsten Jahre nicht ausziehen und wollte es mir daher jetzt noch einmal so richtig nett machen. Neben dem Umstellen von Dingen wollte ich auch Neues ausprobieren. Ich habe eine große weiße Wand, die sich für einen Beamer eignen würde. So beschäftigte ich mich im Laufe der letzten Wochen mit dieser Produktkategorie und konnte für mich den besten finden: Ultimea Poseidon E40.

Heute ist dieses Gerät angekommen und ich testete es ausführlich. Er war wirklich so gut, wie ich es bei meiner Recherche herausgefunden hatte. Alle Funktionen, die der Beamer verspricht, funktionierten wunderbar, und mit der Helligkeit und Bildqualität wurde nicht übertrieben. Das Einzige, was mir zunächst auffiel, war, dass ich den Beamer nicht ganz an meine hintere Wand platzieren kann, da sich der Fokus auf diese Entfernung nicht mehr passend einstellen ließ. Ein paar Zentimeter musste ich ihn weiter nach vorn holen, was für mich nicht das größte Problem darstellt. Nur mit folgender Entdeckung konnte ich nicht leben, weshalb ich den Beamer zurückschicken muss.

Wenn ich ihn nicht weiter vorn im Raum platziere, wird das Bild zu groß an die Wand projiziert, während ich es deutlich kleiner brauche. Mit den Funktionen des Beamers ist das eigentlich auch kein Problem, da man die Position, die Größe und den Sichtwinkel des Bildes digital nachjustieren kann. Das kann es mit einem eingebauten Sensor sogar ziemlich gut automatisch, sodass man es nicht selbst machen muss. Adjustiert man das Bild jedoch nur um die kleinste Menge nach, werden Inhalte mit einer hohen Bildwiederholrate nicht mehr flüssig dargestellt und stark gedrosselt. Bei Inhalten, die nicht mit 60 FPS laufen, ist das kein Problem. Da ich mir jedoch oft Videos mit hoher Bildwiederholrate ansehe oder auch mal ein Videospiel anmache, ist das für mich ein starkes Problem.

Zu diesem Zeitpunkt war es bereits spät und ich hatte die Nächte davor schon nicht gut genug geschlafen. Zunächst konnte ich noch cool bleiben und dachte mir, ich werde noch eben schnell die Retoure vorbereiten, sodass ich das Gerät morgen direkt versenden kann. Falsch gedacht. MediaMarkt bietet normalerweise zwar eine Funktion zur schnellen und unkomplizierten Retoure an, nur kaufte ich das Gerät gebraucht über MediaMarkts Marketplace. Das bedeutet, dass ich den Hersteller schriftlich kontaktieren muss, um ein Retourenlabel zu bekommen.

Normalerweise hätte mich so etwas nicht weiter gestresst. Nur war die Kombination aus schlechtem Schlaf, dem anstrengenden Tag, der späten Uhrzeit und den unerwarteten Umständen irgendwie zu viel für mich. In der Vergangenheit hatte ich bereits komplizierte und umständliche Erfahrungen gemacht, wenn ich einen Support direkt kontaktieren musste. Manchmal wurde ich auch schon geghostet. An diesem Produkt, für welches ich keine Verwendung mehr habe, hängen immerhin noch 319,99€, die ich wiederhaben möchte. Mein Kopf drehte sich stark im Kreis und mir ging es nicht gut. Ich machte noch die E-Mail fertig und fand auch noch eine Telefonnummer, die ich in den nächsten Tagen anrufen könnte, sollte sich keiner zurückmelden.

Zu Bett gehe ich jetzt mit einem mulmigen Gefühl. Diese Situation zusammen mit den Umständen zerrte sehr an meinen Nerven. Hätte ich besseren Schlaf intus gehabt, würde es mir nicht so gehen. Aber so ist es jetzt gerade nun einmal, und für den Moment muss ich das akzeptieren.

Mal sehen, was der morgige Tag hergeben wird