Dieser eine kleine Tipp wird mich künftig mehr lesen lassen
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Seit ein paar Monaten bin ich nicht mehr der langsame Leser, der ich mein Leben lang vorher gewesen bin. Der Wandel, der dazu führte, war sogar ein sehr simpler. Ich habe angefangen, mehr zu trinken. Neben vielen Vorteilen, bemerkte ich eine kognitive Leistungssteigerung, die unter anderem dazu führte, dass ich auf einmal schneller lesen bzw. Gelesenes schneller verarbeiten konnte. Trotzdem war ich mit meinen Büchern nicht so viel schneller fertig, als ich es mir wünschen würde. Und das liegt daran, dass ich allgemein zu selten lese. Es fühlt sich immer so an, als hätte ich keine Zeit dafür.
Vor ein paar Tagen hörte ich etwas, das begonnen hat, auch dieses Problem für mich zu lösen. Ich habe ein Video von Ryan Holiday gesehen, in welchem er darüber spricht, wie man wie ein Profi bzw. wie man effektiver und schneller lesen kann. In diesem Video sind viele gute Denkanstöße dabei und einer hat mich nach Ansehen des Videos besonders angesprochen:
Um mehr zu lesen, solltest du immer ein Buch dabei haben.
Im Alltag verbringen wir andauernd Zeit an unseren Handys, weil wir es ständig dabei haben. Erst so geben wir uns die Möglichkeit dazu, und genauso können wir es mit dem Lesen machen. Direkt habe ich damit begonnen, mein aktuelles Buch überall mit hinzunehmen.
In den letzten drei Tagen habe ich es mit auf die Arbeit genommen. Immer, wenn ich dort im Aufzug war oder auf ihn wartete, haben sich ein bis zwei Seiten ergeben. Einen Teil meiner Mittagspausen habe ich auch fürs Lesen genutzt. Als ich in meiner Freizeit spazieren war, habe ich es zwischendurch aus meiner Tasche geholt und beim Gehen ein paar Minuten gelesen oder mich dafür auf eine Bank gesetzt. So habe ich auf meinem Weg zum Supermarkt es für ein paar Seiten herausgeholt. Die letzten, sonst immer leeren Minuten, in denen ich auf meinen Besuch wartete, konnte ich wunderbar zum Lesen nutzen. Und bei meiner Plasmaspende heute hatte ich auch das erste Mal ein Buch mitgenommen. Im Wartebereich und während der Spende selbst, habe ich viele Seiten gelesen.
Das heißt nicht, dass ich immer gelesen habe, zwischendurch bin ich auch an meinem Handy gewesen. Wenn ich mal eine Nachricht beantworten oder eine Google-Suche tätigen wollte, dann habe ich das gemacht, nur war dann auch Schluss. Ich habe mein Handy nicht mehr genutzt, um Zeit totzuschlagen. Stattdessen wurde mein Buch zu einem effektiven Zeitvertreib. Dadurch, dass ich es immer dabei hatte, schuf ich mir die Möglichkeit, lesen zu können.
Wenn man keinen schmalen E-Reader besitzt oder am Handy liest, dann kann es für den einen oder anderen umständlich werden, dauerhaft ein Buch dabei zu haben. In meinen Rucksack hat es jedoch immer noch hereingepasst, und wenn ich mal mit wenig unterwegs sein wollte, hat auch die Bauchtasche meines Pullovers gereicht. Mal sehen, wie ich im Sommer damit umgehen werde.
Ich bin sehr froh, diesen Tipp von Ryan Holiday umgesetzt zu haben. Es ist sehr simpel und den Vorteil bemerke ich sofort. Ich glaube, ich werde dadurch künftig auch mehr Spaß am Lesen bekommen. Weil ich mir nicht mehr gesondert und gezwungenermaßen dafür Zeit nehmen muss, um überhaupt voranzukommen. Das nimmt mir Druck und macht mich flexibler.
Probiere auch du es mal aus, wenn du es nicht bereits tust

