Die spontane Planänderung, die mir guttat

Warum ich heute spazieren gegangen bin, obwohl ich es nicht wollte oder brauchte


1–2 Minuten

|

284 Wörter

|


Die letzten Tage musste ich nicht arbeiten, da ich aktuell einige Überstunden abbauen soll. Meine freie Zeit verbrachte ich viel damit, zu lernen. Heute wurde ich jedoch kurz auf die Arbeit gerufen für ein Meeting mit allen Kolleg:innen für einen großen Team-Austausch. Danach hätte ich mich eigentlich wieder direkt dem Lernen gewidmet. Nichts hätte dagegen gesprochen. Ich hatte noch angemessene Energie für den Rest des Tages und die Motivation. Nur, wenn ich eines in den letzten Jahren gelernt habe, dann ist es, dass innerhalb der eigenen vier Wände nur so viel passieren kann. Deshalb optiere ich oft dafür, herauszugehen und etwas zu machen, das nicht meiner aktuellen Alltagsroutine entspricht.

Weil ich sie gerade noch gesehen hatte, fragte ich spontan eine Kollegin, ob sie Lust auf einen Spaziergang hätte. Und so gingen wir raus. Wir waren ca. eineinhalb Stunden unterwegs. Ich habe viel Neues über sie erfahren. Sie hat mir einen viel tieferen Einblick in ihren Kopf gegeben, als bisher schon. Das fand ich sehr wertvoll. Auch, dass sie in ein paar Monaten bei uns aufhören wird und umziehen wird, habe ich erfahren.

Dass sie bald nicht mehr da ist, finde ich wirklich schade. Ich habe sie mittlerweile sehr in mein Herz geschlossen und weiß sie auf der Arbeit sehr zu schätzen. Naja, umso froher bin ich darüber, mit ihr heute noch gesprochen zu haben, so kann ich mich besser darauf einstellen.

Eigentlich hatte ich richtig Lust gehabt, meine Zeit primär zum Lernen zu nutzen. Ein Spaziergang schwebte mir eigentlich nicht vor. Aber einem werden Gelegenheiten oder wertvolle Momente nicht immer vor die Füße geworfen. Manchmal muss man aktiv nach ihnen suchen