Wie ich anderen Leuten heute eine Freude machen konnte
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Ich bin ein sehr positiver Mensch und glaube, dass die Positivität, die ich in die Welt trage, ihren Weg auch wieder zu mir zurückfindet (also quasi Karma). Jedoch ist dieser Gedanke nicht mein Hauptantrieb dafür, nett zu sein. Nachdem ich etwas Gutes getan habe, denke ich mir nichts weiter, weil ich an meinen Gegenüber keine wiederkehrenden Erwartungen habe. Das war nicht immer so, muss ich gestehen, aber über die Jahre ist es zu meiner natürlichen Art geworden.
Wenn ich über den heutigen Tag nachdenke, fällt mir rückblickend kein einzelner Moment auf, der heraussticht. Heute waren es vielmehr die kleinen Nettigkeiten, die ich an den Tag legte, die ihn zu etwas Besonderem machten:
- Für mein Date habe ich erfragt, ob das Xiao-Restaurant eine bestimmte Sache anbietet. Sie schrieb mir kurz während ihrer Arbeitszeit, dass es sie sehr beschäftigt, und fragte, ob ich das nebenbei mal kurz recherchieren und ihr schreiben kann, damit sich der Gedanke stilllegen kann.
- Wegen eines Wasserschadens in meiner Wohnung hat die Hausverwaltung unter anderem einen Maler beauftragt, der meine Wände visuell wiederherstellen soll. Bei der Terminwahl habe ich es ihm heute mit meiner Flexibilität sehr einfach gemacht.
- Privat wurde ich jeweils von meinem Chef und einem Arbeitskollegen angerufen und um Rat gebeten. Dabei muss ich nicht rangehen, schließlich darf ich auch mal frei haben, aber ich war in der Lage, beiden weiterzuhelfen.
- Eine Freundin bekam spontan ihre Tage und hatte dolle Schmerzen. Weil ich nicht so weit weg wohnte, ging ich extra nach Hause, um ihr eine Schmerztablette zu holen.
- Eine Person schaute mich hungrig an, als ich mit meiner Portion Pommes an ihr vorbeiging. Ich habe ihr eine abgegeben und habe ihr somit einen netten Moment beschert.
Versuche, jemand anderem ein Geschenk zu sein. Wer weiß, was sich dadurch mal ergeben wird

