Trainingseffekte, die ich nicht mehr wahrnehme

Deine heutigen Standards sind großartige Leistungen


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Auf der Arbeit gibt es einen Bereich, der dauerhaft besetzt sein muss, und so löste ich auch heute wieder meine Kollegin zur Pause ab. Mal gibt es währenddessen mehr zu tun, heute war es weniger. Immer, wenn weniger los ist, nutze ich die naheliegenden Treppenstufen für ein paar Beinübungen nebenbei.

Als meine Kollegin mit ihrer Pause fertig war, sah sie mich eine Pistolen-Kniebeuge machen. Es ist eine Kniebeuge, bei welcher man auf einem Bein tief in die Hocke geht, während das andere Bein gestreckt in der Luft gehalten wird. Anschließend drückt man sich aus eigenständiger Kraft wieder nach oben, ohne die Balance zu verlieren.

Sie hat es direkt selbst probiert, scheiterte jedoch kläglich. Sie war wirklich fasziniert davon, was für eine Körperbeherrschung ich habe. Und dieses Kompliment kommt von einer Person, die nicht unsportlich ist. Jedes Jahr meldet sie sich für einen Marathon an und trainiert aktiv für diesen.

Eine solche Pistolen-Kniebeuge ist für mich mittlerweile nichts Besonderes mehr, weil ich sie bereits seit ein paar Jahren beherrsche. Aber ich durfte realisieren, dass meine Kollegin mir dieses Kompliment völlig zu Recht gegeben hat. Für diese Übung, gerade für mehrere Ausführungen in Folge, braucht es ein wirklich gutes Maß an Körperbeherrschung.

Ihr Kompliment war heute eine tolle Erinnerung daran, dass unsere Trainingserfolge sich irgendwann wie Standards anfühlen, wir sie jedoch deshalb nicht weniger feiern sollten. In der Schule war ich einer der Unsportlichsten, was sich heutzutage definitiv nicht mehr sagen lässt. Ich habe eine deutlich bessere Körperbeherrschung, wesentlich mehr Kraft und eine höhere Ausdauer erreicht. Darauf bin ich richtig stolz!

Danke für deine Worte