Für seine Liebsten da sein

Ein kurzer, spontaner Anruf kann reichen


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Einer meiner Freunde macht momentan viel durch. Womöglich lässt er sich scheiden. Er meinte, sein Redebedarf sei aktuell nicht so hoch, Ablenkung könnte er mehr gebrauchen.

Heute habe ich auf der Arbeit kurz geschaut, wann ich in den kommenden Tagen mal Zeit für ihn hätte. Die nächsten Tage sind voll und in der kommenden Woche könnte es auch schwierig werden. Zeit habe ich zwar, jedoch muss und möchte ich momentan einiges erledigen. Auch werde ich spontan morgen Abend auf der Arbeit gebraucht, was mir nicht sonderlich hilft, hinterherzukommen.

Als ich heute Feierabend machte, wusste ich, wie mein restlicher Tag aussieht: Ich mache einen Zwischenstopp zu Hause, esse kurz etwas, packe dann meinen Laptop ein und setze mich in ein Café, um ein paar meiner Dinge zu erledigen und zu organisieren. Auf dem Weg nach Hause fiel mir ein, dass mein Kumpel dazustoßen könnte. Solche Co-Working-Nachmittage sind uns nicht fremd und eigentlich schon wieder viel zu lange her. Also rief ich ihn an und fragte mal nach.

Am heutigen Abend war er, glücklicherweise für ihn, bereits in Gesellschaft. Er bedankte sich jedoch sehr für meinen Vorschlag und schrieb mir später noch einmal, dass wir in den nächsten Tagen mal darauf zurückkommen sollten.

Ich glaube, dass es ihm sehr gut getan hat, von mir zu hören. Jemanden zu haben, der an einen denkt und zeigt, dass man für einen da ist, kann einen wirklich großen Unterschied bewirken.

Ich hoffe, du kommst gut durch diesen Lebensabschnitt. Nach wie vor: Wenn du etwas brauchst, melde dich jederzeit