Ein Nachmittag mit Rätselspielen

Über ein Hobby, welches ich lange nicht mehr ausübte und nun für mich wiederentdeckte


2–3 Minuten

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430 Wörter

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Früher waren Rätselspiele für mich eine ganz tolle Sache. Sudokus begleiteten mich seit Klein auf, während meiner Schulzeit nahm ich an der jährlichen Veranstaltung Die lange Nacht der Mathematik teil und das tägliche Wordle war lange ein Teil meines Alltags. In den letzten Jahren jedoch hat mein Interesse dafür stark abgenommen. Die Liebe war immer noch da, nur wurde mein Alltag voller und die Routine entfernte sich nach und nach.

Letztens habe ich ein Video gesehen, in dem sich zwei Leute in den verschiedensten Spielen herausforderten. Ich wusste gar nicht, wie viele Rätselspiele es mittlerweile online zu finden und gratis zu spielen gibt. Das hat mich sehr erstaunt und mir wieder richtig Lust gegeben. Gerade dieser Aspekt des gegenseitigen Herausforderns hat mich sehr angesprochen. Da mein Date und ich uns immer mal wieder Tests und Denksportaufgaben stellen und wir beide sehr kompetitiv gestrickt sind, wollte ich es unbedingt mal mit ihr machen.

Als sie mich an Silvester besuchte, blieb sie noch bei mir und wir verbrachten den ersten Tag des neuen Jahres. Das bringt uns zu heute. Im Laufe des Tages machte ich ihr den Vorschlag, dass wir in einem Best-of-13 gegeneinander antreten. Wer zuerst sieben Spiele gewinnt, darf sich als Sieger erklären.

Ich hatte eine Liste mit 23 Rätselspielen vorbereitet und wir entschieden per Zufallsgenerator, welches wir spielen. Kurz vor dem Start einer jeweiligen Runde machten wir uns schnell mit den Regeln vertraut und klärten kurz, inwiefern man gewinnt. Bei jedem Spiel kann man zwar als Erster fertig sein, aber oft werden auch Punktestände und Fehlversuche gezählt. Bevor man also schlampig spielt, um schnell fertig zu werden, sagten wir, dass wir es wie folgt machen:

Wenn einer fertig wird, stellen wir einen Fünf-Minuten-Timer. Wenn der andere dann innerhalb dessen nicht fertig wird, gewinnt man. Sollten beide fertig werden, werten wir aus, wer beim jeweiligen Spiel entweder den höchsten Punktestand oder die geringsten Fehlversuche erzielte.

Bei einigen Spielen konnte ich besser punkten, aber insgesamt hat sie mich abgezogen. Mit 4:7 Spielen habe ich verloren. Während der Spiele habe ich stark gemerkt, dass meinem Kopf die Übung fehlt. Ich habe mich nun dazu entschlossen, solche Rätselspiele wieder öfter zu machen. Zum einen für meinen Kopf, aber auch, weil es mir großen Spaß bereitet. (Und weil ich sie beim nächsten Mal fertig machen möchte, hehe. Wie zuvor erwähnt, wir beide sind sehr kompetitiv.)

Dieses Gehirnjogging mit dir gefällt mir sehr. Ich hoffe, wir können eine Art Ritual oder Regelmäßigkeit darin finden. Ich werde mich auf das nächste Mal bestmöglich vorbereiten