Wir können unsere Umgebung gestalten und negative Effekte vermeiden
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Heute Abend hatte ich eigentlich vor, zu einer Veranstaltung zu gehen. Es ist eine offene Bühne, auf welcher man sich mit oder ohne großes Talent vor Publikum für zwölf Minuten präsentieren kann. Die Veranstaltung ist immer gut besucht. Sowohl von der Anzahl des Publikums, als auch von den Talenten. Sie findet monatlich statt, aber ich bin schon lange nicht mehr dort gewesen. Heute Abend wollte ich unbedingt mal wieder hingehen.
Auf der Arbeit war ich noch sehr euphorisch darüber und hatte riesige Lust. Als ich zu Hause ein paar Stunden überbrückte, trübte sich meine Stimmung sehr. Schließlich entschied ich mich, nicht zu gehen. Woher dieser Umbruch meiner Laune kam, konnte ich zunächst nicht ausmachen. Ich war einfach mies gelaunt. Als ich mich abends zu Bett begeben wollte, realisierte ich die Gründe. In meiner Wohnung herrschte ein kleines Chaos:
- Mein Wäscheständer war aufgestellt und nahm die Fläche ein, in welcher ich normalerweise Yoga mache, und daher tat ich es heute auch nicht
- Meine Vorhänge waren größtenteils geschlossen und in meine Wohnung kam nur wenig Tageslicht
- Auch war meine Küche voll mit dreckigem Geschirr, das sich die letzten Tage angestaut hatte
Meine Umgebung, meine geschaffenen Umstände und die daraus resultierende Unordnung haben mein Gemüt getrübt. Sehr ironisch, da ich erst am Nachmittag wieder von jemandem daran erinnert wurde, wie sehr uns unsere Umgebung beeinflussen kann.
Ich hatte mal ein Abendritual, bei welchem ich mir einen Zehn-Minuten-Timer zum Aufräumen stellte. Das werde ich wieder einführen, denn in dieser Zeit kann man eine Menge schaffen und wenn man es täglich macht, die eigene Wohnung auch immer ordentlich halten und damit die negativen Effekte einer Unordnung vermeiden.
Wahrscheinlich war es die Erinnerung am Nachmittag, die mich abends zu dieser Realisation gebracht hat. Danke dir

