Ich brauche ein neues Hobby

Über meine jahrelange Krise


1–2 Minuten

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253 Wörter

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Ich bin nicht hobbylos, nur ist meine Beziehung zu Hobbys etwas schwierig. Ich habe diesbezüglich immer in Extremen gelebt. Als Kind ging es mir mental miserabel und Videospiele waren mein einziger Halt, nichts anderes hatte mich langfristig begeistern können. In meiner späten Jugend driftete ich in eine andere Schiene ab. Mich begeisterten gewisse Dinge nun so richtig, doch wenn Hobbys keinen Mehrwert beisteuern oder keine Leistung erbringen, darf ich sie nicht ausüben, sagte ich mir. Dass Erholung durch eine Tätigkeit ein Mehrwert sein darf, verstand ich damals noch nicht.

Heutzutage habe ich eine bessere Beziehung zu Hobbys, indem ich mir inzwischen Spaß und Erholung durch sie erlaube. Nur sind meine Hobbys größtenteils an Bewegung geknüpft. Wenn ich gesundheitlich auch nur ein wenig angeschlagen bin, muss ich diese Hobbys unterbinden, da ich keine Herzmuskelentzündung riskieren möchte. Immer wenn dies der Fall ist, so wie momentan, fehlt mir etwas und meine Laune sinkt dadurch drastisch.

Auf der Arbeit unterhielt ich mich heute kurz mit einer Stammgästin. Sie setzt sich bei uns gerne hin, um zu malen. Als ich mit ihr quatschte und sie dort so malen sah, machte etwas in mir klick. Was ich in meinem Leben wirklich gebrauchen kann, ist ein Hobby, welches ich unabhängig von Wetter und Gesundheit ausüben kann. So simpel, nur hatte ich diesen Gedanken noch nicht.

Ich werde mir mal überlegen, was ich gerne mache oder mir vorstellen kann, wieder aufzunehmen bzw. neu auszuprobieren. Hoffentlich finde ich etwas, mit wenigen äußeren Faktoren, die mich abhalten können

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