Warum ich 3D-Design lernte
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Seit Jahren nutze ich auf meinem Schreibtisch eine 60%-Tastatur und ein Trackpad. Ich liebe diese Kombination, da ich sie wie bei einem Laptop übereinander platzieren kann. Es ist zu meiner liebsten Handhaltung geworden. Vor ein paar Monaten habe ich jedoch damit begonnen, schnelles Tippen zu lernen, und schreibe allgemein mehr am Rechner. Seitdem haben sich zwei Dinge ergeben, die mich sehr stören:
- Die beiden Geräte rutschen zu oft aus ihrer Ausgangsposition weg. Sie liegen schnell quer, was meine Finger- und Handpositionen durcheinanderbringt.
- Für das schnelle Tippen habe ich nun eine andere Handhaltung und nun passiert es beim Schreiben oft, dass ich das Trackpad, welches sich unterhalb mittig der Tastatur befindet, berühre. Dadurch klicke ich versehentlich zufällige Stellen im Text an, an denen dann weitergeschrieben wird.
Das sind zwei andauernde, tägliche Korrekturen, die mich sehr nerven und mir viel Zeit rauben.
Schon eine längere Zeit schwebt mir das Thema 3D-Druck bzw. 3D-Design im Kopf herum. Ich mag den Ansatz, sich zu eigenen Problemen eigene Lösungen zu entwickeln. Bisher bin ich immer drumherumgekommen und fand andere Wege für meine bisherigen Unannehmlichkeiten, doch hier ist es anders. Das, was ich brauche, ist ein Gehäuse, in welches meine Tastatur und mein Trackpad eingesetzt werden können. So hätten sie eine feste Position und ich kann meine Handballen höher ansetzen, um das Trackpad nicht mehr zufällig zu berühren (wie die untere Hälfte eines Laptops). Da es so etwas nicht zu erwerben gibt, kommt 3D-Druck als einzige Lösung infrage.
Zu meinem Glück hat ein Freund von mir einen solchen Drucker. Da ich ihm jedoch nicht zu viel Arbeit machen möchte, designe ich diese Halterung selbst. Auch sah ich hier die Möglichkeit, etwas dazuzulernen. In den vergangenen drei Tagen habe ich nun alle möglichen Maße genommen, eine Software zum Designen grob gelernt und heute mein Design fertiggestellt. Mein Modell ist zwar größer, als die Fläche des Druckers, doch kann mein Kumpel es so umdesignen, dass er Einzelteile druckt, die man später zusammensetzen kann.
Jetzt habe ich es an ihn abgegeben und bin gespannt auf das Ergebnis. Dieser Prozess war so weit sehr lehrreich für mich. Dazu zählen die Jahre, in denen ich andere Wege, als 3D-Druck fand, sowie die vergangenen Tage. Mit diesem neuen Wissen werde ich noch viele Lösungen für Probleme und Unannehmlichkeiten in meinem Leben finden können

