Mein erster erfolgreicher 3D-Druck

Endlich habe ich eine Lösung für ein persönliches Problem


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Vor ca. zwei Monaten beschrieb ich hier bereits ein Problem an meinem Schreibtisch und welchen Lösungsansatz ich dafür habe. Kurz noch einmal zur Wiederholung: Ich möchte ein Gehäuse, welches meine Tastatur und mein Trackpad vereint, wie bei einem Laptop, damit ihre Position zueinander immer gleich ist und ich nicht mehr zufällige Klicks auf dem Trackpad eingebe.

Vor ein paar Wochen druckte ich mit meinem Kumpel die erste Hälfte und wir schauten, wie die Geräte passten. Das Trackpad wie angegossen. Da mussten wir wirklich nichts ändern. Bei der Tastatur jedoch übersah ich eine Schräge, weshalb sie doch um ein paar Millimeter tiefer und breiter ausfällt. Wir passten das Design an und wir druckten erneut. Dieses Mal beide Hälften und mein Kollege klebte sie mir bereits zusammen. Das Trackpad passte nun auch im gesamten Druck optimal. Die Tastatur fand jetzt auch ihren Platz im Gehäuse, jedoch war der ergänzte Platz zu viel und sie rutschte ein wenig. Um die Lücken zu füllen, druckte mein Kumpel passende Einsätze. Hierbei sogar aus Gummi, damit nicht jeder Zehntelmillimeter passen muss. Mit diesen Einsätzen war es perfekt und ich klebte diese ins Gehäuse.

Worum ich mich die letzten Tage noch ein wenig bemühte, waren Ladeports. Mir fiel nämlich auf, dass ich zum Aufladen der Geräte sie immer aus dem Gehäuse nehmen müsste und lose nur ungerne verwenden möchte. Ähnlich wie bei Apples Magic Mouse, wo sich der Ladeport auf der Unterseite befindet und man sie während des Ladens nicht verwenden kann, wollte ich einen solchen Designfehler ausbessern. Für meine Tastatur war es sehr einfach, mit einem Cuttermesser eine Aussparung ins Gehäuse zu ritzen. Nun ist der Anschluss hierbei nicht mehr bedeckt. Bei meinem Trackpad musste die Lösung etwas ausgeklügelter sein. Nicht nur hat es noch einen alten Lightning-Anschluss, sondern befindet sich der Anschluss selbst auf der Seite, die an die Tastatur andockt. Platz war nur wenig gegeben, und jedes Mal ein Kabel unterhalb des Gehäuses einzustecken, würde mich schon beinahe Twister spielen lassen. Schließlich kam ich zu der Lösung, mit einem kurzen Lightning-auf-USB-Kabel und einem USB-auf-USB-C-Female-Adapter den Anschluss zu USB-C abzuändern und diesen an die Seite des Gehäuses zu verfrachten. Nach einer Aussparung durch mein Cuttermesser klebte ich den Adapter passend fest und einfach zu erreichende Ladeanschlüsse sind jetzt für beide Geräte gegeben.

Heute fiel mir noch auf, dass das Gehäuse auf meinem Schreibtisch mir ein wenig zu sehr herumrutscht. Ich habe auf der Unterseite an allen vier Ecken eine dünne Schicht Heißkleber ergänzt und das Gehäuse ist nun nahezu rutschfest. Wenn sich meine Handballen zum Bedienen darauf abstützen, bewegt sie sich kein Stück mehr.

Somit ist dieses Projekt endlich abgeschlossen und ich liebe das Ergebnis. Nachdem ich zunächst kein käufliches Produkt zum Lösen meines Problems fand, ging ich es selbst an. Ich sagte mir nicht, mein Problem sei nicht lösbar, sondern mein Problem hat nur noch keine Lösung. Eine Lösung selbst designt und erstellt zu haben, macht mich stolz

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