Wenn man mich fragt, wie es mir geht

Ich sage immer, was Sache ist, und heute zahlte es sich wieder aus


1–2 Minuten

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352 Wörter

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Aktuell geht es mir in Ordnung, jedoch nicht so gut wie sonst, denn die aktuelle Auseinandersetzung mit meinem Date schlägt mir ein wenig aufs Gemüt. Ich komme damit grundsätzlich gut zurecht und merke, wie es mir von Tag zu Tag besser geht. Jedoch merke ich auch, wie tief der Schmerz sitzt und dass es noch dauern wird, bis ich darüber komplett hinweg bin.

Jedes Mal, wenn ich im Alltag gefragt werde, wie es mir geht, kommt von mir eine stumpfe Antwort wie z.B. „Joa, muss“. Ich hasse das. Ich mag es viel lieber, meine Gefühlslage zu erforschen, zu erkennen und anzunehmen. Daher bin ich immer direkt mit meiner Antwort. Wenn es mir großartig geht, sage ich das meinem Gegenüber, und gerne führe ich die Gründe aus, die dazu führen.

Als ich heute auf der Arbeit gefragt wurde, wie es mir geht, stand ich vor der Entscheidung, mit meinen Problemen bei mir zu bleiben oder sie auszusprechen und somit anzuerkennen. Ich entschied mich darüber zu sprechen. Ich sagte, dass es mir aktuell weniger gut geht, und erzählte kurz warum. Dadurch habe ich anderen Menschen erlaubt, mir zu helfen. Ohne meine Worte hätten sie keinen genauen Einblick darüber, wie es mir geht. So hat mir eine Arbeitskollegin heute noch einen tollen Rat mitgegeben und mein Chef war so lieb, mir ein Stück Kuchen auszugeben. Diese Dinge taten richtig gut. Ich bin den beiden dafür sehr dankbar. Auch, dass sie mir ein offenes Ohr schenkten und mir jeweils eine tiefe Umarmung gaben, war nicht selbstverständlich.

Deshalb entscheide ich mich, selbst wenn es zunächst schwer erscheint, immer gerne dazu, meine wahre Stimmungslage zu teilen. Meine sonst positive Stimmung und die nähere Ausführung darüber geben anderen Leuten Denkanstöße, worüber man sich im Leben so alles freuen kann. Und heute über meine getrübtere Stimmung zu reden, hat mich näher realisieren lassen, dass der Schmerz noch wirklich tief sitzt. Gleichzeitig erlaubte ich anderen Menschen, mich zu unterstützen, und was dabei herumkam, fand ich wundervoll.

Danke, dass ihr beide mich heute auch mit getrübter Laune angenommen habt

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