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Heute traf ich mich mit einer Mitschülerin zum Bouldern. Wir beide sind auf einem ähnlichen und es war super spaßig, gemeinsam verschiedene Bahnen anzugehen. Als uns so langsam die Kraft ausging, schlug ich vor, noch eine Runde Tischkicker zu spielen, damit wir unsere Unterarme noch einmal ordentlich anstrengen. Es war eine gute Runde. Sie fragte, ob ich Lust auf eine weitere Runde hätte. Grundsätzlich ja, sagte ich ihr, doch mein Kopf ging in eine andere Richtung. Ich hatte ihr bereits von einem schönen Park in der Nähe erzählt und weil das Wetter heute außerordentlich schön war, schlug ich vor, den Kicker sein zu lassen und mit einem Spaziergang das Wetter zu genießen. Die Idee fand sie gut und wir machten uns auf. Wir fanden dort einen netten Platz und saßen bzw. lagen dort eine Weile. Für fast eine ganze Stunde koexistierten wir in Stille nebeneinander und waren komplett tiefenentspannt. Auf unserem Rückweg, liefen wir an einem Restaurant vorbei, von welchem ich ihr schon mal erzählt hatte. Wie ich immer mal wieder dort bin und wie ich vor ein paar Jahren sogar nur einmal für den Nachtisch dorthin bin. Ich fragte sie, ob sie Lust auf diesen Nachtisch hätte. Lust ja, doch Geld hätte sie nicht genug dabei. Ich bot ihr an, sie heute einzuladen, und sie nahm es dankend an.
Drinnen hingesetzt, bestellten wir diesen Nachtisch. Noch bevor er ankam, fiel mir wieder etwas ein. Eine Sache, die ich in den Jahren, in denen ich diesen Laden schon besuche, immer wieder vergessen hatte zu bestellen, wollte ich heute endlich nachholen und probieren: Insekten. Es war letztens sogar mal Gesprächsthema, wie wir beide es noch nie taten, doch gerne mal tun würden. Dies änderten wir damit heute auch. Von dem Anblick ließen wir uns nicht ekeln oder beirren. Wir gingen neugierig heran und wurden dafür belohnt, denn ihr Eigengeschmack war gut. Auch der Nachtisch war mal wieder sensationell. Als wir fertig waren, machten wir uns auf unseren jeweiligen Heimweg. Ich bedankte mich bei ihr für die schönen gemeinsamen Momente und ich glaube, ihr ging es genauso, wenn nicht sogar noch mehr. Sie fragte mich, ob sie mich zum Abschied umarmen könne, und in dieser Geste sowie ihrem Blick erkannte ich, wie viel ihr der Tag bedeutet haben muss.
So viel ich bereits durch ihre Gesellschaft erhielt, freut es mich umso mehr, ihr scheinbar einen schönen Tag bereitet zu haben

