Dieses Hobby wird noch etwas Wundervolles werden
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In den letzten Wochen war ich mit mir selbst am Ringen. Ich hatte großen Gefallen an dem Spiel Pokémon Champions gefunden. Früher hatte ich bereits viel kompetitives Pokémon gespielt, doch heute gefällt es mir besser denn je. Ich bin auch ziemlich gut in dem Spiel, doch weil meine Ausbildung kurz bevorsteht, weiß ich nicht, ob ich in dieses Spiel überhaupt noch Zeit investieren sollte. Schließlich möchte ich diese Ausbildung zu meinem Hauptfokus machen und schaffen.
Gestern traf ich eine Entscheidung: Statt mich für ein Ultimatum zu entscheiden, also das Spiel ernst zu nehmen oder komplett sein zu lassen, entschied ich mich dafür, es ernster zu nehmen. Ein Mittelweg, bei welchem ich das Spiel zu einer Priorität mache, aber nicht zu meiner größten. Die Ausbildung wird immer zuerst kommen und die Zeit, die ich dann noch zur Verfügung habe, werde ich für das Spiel investieren (mein Wohlbefinden steht natürlich weiter oben und wird nicht vernachlässigt). Da ich dieses Spiel hauptsächlich zu Hause spielen werde, dachte ich mir, dass ich das Ganze nebenbei auch streamen kann. Ich habe mir dafür einen neuen YouTube-Kanal erstellt und sogar ein kurzes Video produziert, worin ich mich vorstelle und Kontext über mein Vorhaben liefere: dass ich gut in diesem Spiel werden möchte und meinen Fortschritt teile, es aufgrund von Schule aber nicht mein Hauptfokus sein kann und ich lediglich die Ressourcen dafür nutzen werde, die mir zur Verfügung stehen.
Heute Abend hatte ich bzgl. dieser Entscheidung eine Art Rückfall. Mein Tag war anstrengender als sonst, was mich plagte, und auf einmal schlichen sich Zweifel in meinen Kopf. Zweifel, die mir einredeten, dass ich keine Kapazitäten für dieses Spiel aufopfern darf. Ich dürfe nicht riskieren, mich darin zu verlieren. Diese Gedanken setzten mir sehr zu. Ich versuchte, einen Freund anzurufen, um im Gespräch mit ihm meine Gedanken besser ordnen zu können, denn ich hatte in meinem Kopf keinerlei Halt und war überfordert. Ich bräuchte jemanden, der mir zuhört, damit ich mich selbst wieder daran erinnere bzw. erneut greifen kann, dass es in Ordnung ist, ein Hobby zu haben. Doch ich erreichte ihn nicht und war mit meinen Gedanken weiterhin alleine. Ich ging sogar an meinen Computer mit der Intention, das produzierte Vorstellungsvideo offline zu nehmen und mein Hobby in den Boden zu stampfen. Doch als ich in Youtube-Studio war, sah ich, dass dieses Video ein paar Aufrufe hatte und sich jemand sogar dazu entschied, diesen frischen Kanal zu abonnieren. Das war, der Halt, den ich brauchte: jemand, der an mich glaubt.
Ab diesem Zeitpunkt konnte ich in meinem Kopf wieder alles besser ordnen und ließ schlussendlich alles so, wie es ist. Ich werde dieses Spiel dann spielen, wenn ich kann. Ich möchte besser darin werden, ohne mir ein Tempo vorzuschreiben, um eines Tages mal in Turnieren mitzuspielen und zu sehen, wohin es mich so führt.
Danke an dich da draußen, der auf Abonnieren drückte. Du gabst mir heute Halt

