Einer Arbeitskollegin privat geholfen

Beinahe hätte sie nicht gefragt


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Eine ältere Arbeitskollegin aus der Buchhaltung bat mich neulich um Hilfe. Sie möchte bestehende Pflanzen aus ihrem Garten auf ihren Balkon transferieren und dort auch neue anpflanzen, und in ihrer körperlichen Verfassung bekommt sie es nicht alleine hin. Sie hat zwar Nachbarn, die sie hätte fragen können, nur möchte sie diese für optionale Gefallen nicht ausreizen. Schließlich möchte sie bei dringenderen Anliegen von den Leuten, die sofort für sie da sein können, ernst genommen werden. Zunächst wusste sie nicht, wen sie sonst hätte fragen können, doch dann kam ich ihr, als jemand, der zumindest auf der Arbeit immer gut anpackt und gewissenhaft dabei ist, in den Sinn. Wir sehen uns auf der Arbeit zwar kaum, doch unser Austausch ist jedes Mal nett. Daher sagte ich ihr auch mit Freuden zu.

Nachdem sie mich vor zwei Wochen fragte, trafen wir uns nun heute bei ihr. Wir pflanzten um, entsorgten alte Erde, jäteten Unkraut und trugen einiges nach oben auf ihren Balkon. Nachdem wir nach ein paar Stunden fertig waren, setzten wir uns noch für zwei Stunden bei ihr in die Küche, aßen Eis und tauschten uns über unser beider Leben aus. Es war mal wieder richtig nett mit ihr. Für meine möchte sie mir gerne noch ein wenig Geld zukommen lassen. Sie fragte mich, was ich für angemessen empfinde, doch darauf hatte ich keine Antwort. Ich wollte ihr aus reiner Güte helfen und sagte ihr, dass sie es machen soll, wie es für sie angenehm ist, und ich alles mit Freuden annehmen würde.

Um meine Hilfe war sie wirklich froh. Bei unserem Austausch teilte sie mir auch mit, dass sie sich wohl sehr zusammenreißen musste, den Mut aufzubringen, mich um diesen Gefallen zu bitten. Ihr war der Gedanke, jemand Neuen zu fragen, zunächst sehr unangenehm. Doch was soll schon passieren, dachte sie sich dann. Schieße Blicke von mir auf der Arbeit? Natürlich nicht. Dass sie sich traute, ist toll, und ich freue mich umso mehr, ihr eine gute Erfahrung beschert zu haben und damit ein Geschenk für sie gewesen zu sein.

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