Die falschen Kopfhörer mitgenommen

Und es half jemand anderem weiter


2–3 Minuten

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412 Wörter

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Heute war ich in einem Co-Working-Space, um an ein paar Projekten zu arbeiten. Leider fiel mir erst vor Ort auf, dass ich meine geräuschunterdrückenden Kopfhörer zu Hause vergessen hatte. In dem Moment war ich extrem genervt, weil sie mir zum einen helfen, mich super zu konzentrieren, aber auch, weil ich mit Ton arbeiten musste. Ich war kurz davor, mich wieder auf den Heimweg zu begeben und wertvolle Zeit zu verlieren. Rechtzeitig realisierte ich, meine Ear Buds immer dabei zu haben, und so konnte ich zwar weniger effektiv, aber immerhin arbeiten.

Da meine Buds Open Ear sind, bekam ich meine Umgebung ziemlich gut mit. Unter anderem überhörte ich einen Teil eines Gespräches zwischen zwei Leuten. Ich hörte nicht aktiv zu, doch bei einer Sache spitzten sich meine Ohren. Die eine meinte zur anderen, sie stünde gerade auf dem Schlauch, weil sie nicht wüsste, wie sie eine Sache in Affinity umsetzen kann. Affinity ist ein Programm bzw. eine Suite für Grafikangelegenheiten und zufällig nutze ich diese seit vielen Jahren. Ein Experte bin ich nicht, jedoch kenne ich mich gut genug aus, um bei einigen Problemen Rat geben zu können. Somit rief ich zu ihr rüber und fragte, ob ich richtig hörte, dass sie bei Affinity Hilfe bräuchte. Als sie mir dies bestätigte, bot ich ihr meine Unterstützung an und ging, nachdem sie angenommen hatte, zu ihr rüber. Schnell hatte ich ihr weiterhelfen können und ging wieder zurück zu meinem Platz.

Ca. 15 Minuten später ist sie auf mich zugekommen und fragte mich nach Hilfe für eine weitere Affinity-Angelegenheit. Gerne ging ich mit rüber und konnte ihr erneut aushelfen. Sollte sie noch auf weitere Baustellen stoßen, könne sie mich wieder ansprechen, sagte ich ihr. Noch einmal kam sie nicht und so blieb es bei unserer kurzen Begegnung.

Aufmerksam sein und versuchen, zu helfen, ist immer ein toller Einstieg, um mit Leuten in Kontakt zu kommen. Ich hätte sie bspw. noch fragen können, woran genau sie arbeitet, warum sie Affinity nutzt oder was sie in diesen Coworking Space brachte. Viele kleine Themen, die zu mehr hätten werden können, für heute jedoch entschied ich mich aktiv dagegen. Ich wollte meine Zeit mehr für mein eigenes Vorhaben nutzen und, offen gesagt, ich hatte kein Interesse an großer Konversation.

Es dabei zu belassen, ihr zu helfen, reicht mir und macht mich stolz. Ich hätte genauso gut schweigend an meinem Platz sitzen bleiben können. Stattdessen sah ich die Möglichkeit, für jemanden ein Geschenk zu sein.

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