Pokémon-Pause vorbei

Nach sechs bis sieben Jahren habe ich ein altes Hobby wiederentdeckt


2–3 Minuten

|

406 Wörter

|


Früher war ich ein aktiver, kompetitiver Spieler in Pokémon (6v6 Smogon). Es war in meiner Jugend die eine Sache, in der ich wirklich gut war. Doch irgendwann hörte ich damit auf. Toxische Produktivitätsinhalte auf Social Media prägten mich in Bezug auf Hobbys sehr. Wenn es dir keinen Mehrwert bietet, ist es Zeitverschwendung“, sagten sie alle. Es müsse einem Geld machen, fitter werden lassen oder sonst etwas Statusgeprägtes sein. Erst im Laufe des letzten Jahres habe ich diese Glaubenssätze wieder abschütteln können. Gleichzeitig verstehe ich nun auch, dass Erholung ein Mehrwert ist.

Letztens begann ich daher wieder gelegentlich mal Videospiele zu spielen und bisher tat es mir auch wirklich gut. Als Pokémon Champions zu Beginn des Monats erschienen ist, sträubte ich mich zunächst sehr davor, es auszuprobieren. Früher war Pokémon für mich alles und ich möchte nicht, dass es wieder alles für mich wird. Als ich jedoch mal auf eine Person für ein Treffen warten musste und ich zufällig meine Switch dabei hatte, schaute ich durch den eShop und entdeckte dabei Champions wieder. Irgendwas brachte mich dazu, es herunterzuladen, und später nach dem Treffen probierte ich es auch aus. Es packte mich sofort, denn es ist das erste offizielle Pokémonspiel, welches ausschließlich zum Gegeneinanderkämpfen da ist. In der letzten Woche steckte ich wirklich viel Zeit darin und es macht mir riesigen Spaß. Ich muss gestehen, dass es in manchen Momenten auch die Oberhand gewann. Manchmal blieb ich zu lange wach und bin aufgrund von geringem Schlaf weniger gut in den kommenden Tag gestartet.

Heute brachte mir ein Freund das Doppelkampf-Format des Spieles bei. Dieses existiert schon seit langer Zeit und ist auch das Format, welches von der Pokémon Company in offiziellen Turnieren unterstützt wird. Ich denke, ich werde mich dort schnell weiter darin weiterbilden und gut werden. Ich hatte mit ihm zumindest meinen Spaß daran gefunden. Da ich nach einer Woche jedoch ca. 50 Spielstunden gesammelt hatte, richtete ich mir heute die Nintendo-Altersbeschränkungs-Funktion auf meiner Konsole ein und gab mir ein Maximum von fünf Stunden sowie eingeschränkte Zeiten zum täglichen Zocken. Nicht, weil ich ein Problem habe, sondern, weil ich sichergehen möchte, dass es zu keinem Problem wird. Auch möchte ich nicht mehr versehentlich die Zeit aus den Augen verlieren und pünktlich zu Bett gehen.

Ich finde es großartig, dieses alte Hobby wiederentdeckt und mir diese Begrenzungen dafür gegeben zu haben. Es wird bestimmt noch ganz nett

Weitere Inhalte zu ähnlichen Themen 👇