Dass ich diesen Punkt und es jemals so genießen würde, hätte ich nicht gedacht
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Früher habe ich Brettspiele, Videospiele und Sport nur vollzogen, um zu gewinnen. Jahrelang knüpfte ich diese Aktivitäten an eine Leistung, ohne zu realisieren, dass ich nicht einmal der Beste sein möchte. Ich glaube, diese Mentalität resultierte aus der Beeinflussung durch toxische Produktivitätsinhalte auf Social Media. Rückblickend finde ich es sehr erschreckend und erstaunlich zugleich, wie negativ mich diese Inhalte prägten.
Heute bin ich dabei anders und das ist etwas sehr Schönes. Letztens war ich zum Brettspiel Risiko eingeladen und trotz dessen, dass ich gewann, mochte ich die sozialen Interaktionen hierbei am Meisten. Auch beim Sport habe ich mich im letzten Jahr immer mehr vom Leistungsdruck getrennt. So zum Beispiel geht es mir bei Läufen schon lange nicht mehr darum, wie schnell ich bin, sondern darum, dass ich Zeit an der frischen Luft verbringe und etwas für meine Langlebigkeit tue.
Genauso habe ich auch wieder zu Videospielen gefunden und für mich eine tolle Mitte entdeckt. Früher war ich davon besessen, jedes Meta genauestens zu kennen und optimal zu spielen. Heutzutage geht es mir, ob alleine oder in Gemeinschaft, primär um den Spaß am Spiel. Als ich heute Abend immer wieder kläglich verlor, machte mir das nichts aus und es war eine der besten Erholungszeiten, die ich seit Langem hatte.
Endlich habe ich mich, hoffentlich auch ein für alle Mal, von Leistungsdruck in meinem Leben lösen können

