Du kannst dir deinen Job spaßig gestalten

Erfüllung im Arbeitsalltag finden


3–4 Minuten

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636 Wörter

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Heute traf ich mich mit einem Freund spontan zum Billardspielen und anschließend setzten wir uns noch in ein Café. In dieser Zeit sprachen wir über viele tiefgründige Themen aus unser beider Leben und erkundeten diese. Eines ist mir noch besonders in Erinnerung geblieben:

Er hatte bisher Probleme damit, Spaß auf der Arbeit zu haben. In seiner Freizeit organisiert er viele Veranstaltungen, um Menschen zusammenzubringen, und im direkten Vergleich fühlten sich seine Hauptjobs nie wirklich erfüllend an. Daraufhin fragte er mich, wie ich es schaffe, in jedem Job, den ich bisher hatte, immer so gut zu performen, und was es ist, das mich im Arbeitsalltag antreibt. Das erste, was ich ihm sagte, war, dass ich bisher bei keinem Betrieb, in welchem ich tätig war, vollkommen hinterstand. Ich weiß noch, wie mich mein erster Job vor über vier Jahren in den ersten paar Monaten an Energie raubte. Das mehrmals die Woche für acht Stunden am Tag mir anzutun, war für mich langfristig keine Option. Damals Wahre zu verräumen und an der Kasse zu sitzen, war mir zu eintönig und machte mir keinen Spaß. Es war ein Kapitel aus einem Buch, das meinen damaligen Blickwinkel komplett änderte:

Während seiner Zeit bei McDonald’s, bevor Matthew Dicks zu einem großen Geschichtenerzähler wurde, ist auch er in seinem Job mental untergegangen. Irgendwann wurde ein neues Produkt der Auswahl hinzugefügt und seine Chefs wollten, dass die Mitarbeiter dieses den Gästen schmackhaft machten und verkauften. Matthew sah es im Vergleich zu seinen Kolleginnen nicht als eine nervige Ergänzung zu ihren bisherigen Aufgaben. Er nahm es als Herausforderung an. Für ihn wurde es zu einer Art Spiel, zu sehen, welche Formulierungen bei Kunden wirken und wie er es schaffen kann, die höchste Anzahl von neuen Produkten zu verkaufen. Er hatte damit großen Erfolg erzielt. Für Abwechslung suchte er sich auch immer etwas Neues. Montag etwa einen anderen Burger. Donnerstags dann eine bestimmte Soße für die Pommes. Letztendlich konnte er seinen Spaß finden, indem er neben den betrieblichen Werten, die er auszuleben hatte, seine eigenen im Rahmen des Möglichen verkörperte.

So habe ich auch damals im Supermarkt damit begonnen, die Kunden an der Kasse immer bewusst freundlich zu begrüßen und zu verabschieden. Ihnen in die Augen zu schauen und einen schönen Tag zu wünschen, wirklich ernst zu meinen, weil das Verteilen von fröhlicher Stimmung meinen Werten entspricht. Und das kam bei den Kunden auch so an. Ich erhielt freundliche Blicke und Worte zurück. Kunden wählten nach ihrem Einkauf die Telefonnummer des Marktes, um Lob über mich an den Chef weiterzugeben. Auch passierte es, dass, nachdem ich bestimmte Artikel übers Band zog, die Kunden mir mal etwas davon in die Hand drückten und schenkten, als kleine Geste der Dankbarkeit. Bei welchem Kassierer passiert denn so etwas? Bei jemandem, der sich aktiv dazu entschied, es anders zu machen.

In der Arbeitswelt ist vieles schwammig. Arbeitgeber können unorganisiert sein oder einen schlechten Umgang mit den Angestellten haben. Hinter solchen Werten zu stehen, ist belastend. Ob man sich nun in seinem Für-immer-Job befindet oder noch dabei ist, sich zu orientieren: Man kann immer nach Möglichkeiten suchen, seine Werte auszuleben, oder etwas dazulernen. Arbeitszeit ist Lebenszeit, die wir aktiv gegen Geld eintauschen müssen, also sollten wir diese Zeit auch so bewusst und sinnvoll wie möglich für uns nutzen. Über die Jahre habe ich viel Wissen aus verschiedenen Jobs angesammelt, welches ich privat zu nutzen weiß: bestimmte Rezepte, Organisationssysteme sowie einen besseren Umgang mit Stress und Fristen. Alles und noch so viel mehr, weil ich mich aktiv auf die Suche mache.

Wenn die Tätigkeit unserer Arbeit uns keine Erfüllung gibt, können wir immer versuchen, unsere eigenen Werte zu implementieren oder anderweitige Mehrwerte aus dieser Zeit zu beziehen. Dadurch kann man an einen Punkt kommen, an dem die Arbeit einem keine Energie mehr raubt und einem sogar welche schenkt

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