Es war sonderbar, als ich es heute wiederbekommen hatte
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Heute war der letzte Tag einer fünf tägigen Veranstaltung ohne Handy. Ein Retreat, bei welchem wir von der Außenwelt abgekoppelt waren, viel Zeit in der Natur verbrachten und in offenen Gesprächskreisen unser inneres Chaos nach außen trugen, um unsere Mitte wiederzufinden.
Als man mir heute mein Handy wieder zurückgegeben hatte, fühlte es sich sehr sonderbar für mich an. Wie eine Bürde, die man mir mit diesem Gerät auftragen würde. Für den Großteil dieses Tages ließ ich es ausgeschaltet, und ich hätte es sogar den ganzen Tag ausgeschaltet gelassen, wenn ich nicht meinen Wohnungsschlüssel bei einem Freund aufbewahrt hätte. Als ich ihm schreiben wollte, wann ich da sein werde, war das Tippen für mich sehr komisch. Es fühlte sich überhaupt nicht natürlich an.
Ich hatte bereits eine gute, kontrollierte Handynutzung, doch diese Tage zeigten mir, dass ich mich von diesem Gerät noch unabhängiger machen möchte. Ich möchte das Handy nicht verteufeln, weil es ein unendlich nützliches Gerät ist. Dennoch sitzen hinter diesem Gerät und jeder App tausende, zehntausende Menschen, die versuchen, unsere Aufmerksamkeit für sich zu gewinnen und uns zum Konsum anzuregen. Das ist nicht natürlich, und daher ist es auch kein Wunder, dass so viele Menschen eine ungesunde Beziehung zur modernen Technologie haben.
Diese handyfreie Zeit tat mir echt gut und lässt mich nun einiges klarer sehen

