Eine mal andere Geburtstagsparty

Ich möchte ein paar der schönen Momente und Eindrücke festhalten


2–3 Minuten

|

416 Wörter

|


Nicht zu oft bin ich auf Geburtstagspartys, denn kaum einer meiner Freunde feiert seinen oder ihren Geburtstag. Heute war es jedoch mal wieder so und ich hielt den Abend für wirklich nett, da er für mich etwas anderes war, als eine herkömmliche Party. Es war ein Wohnzimmerkonzert. Es wurde eine kleine Bühne mit viel Technik und Musikinstrumenten aufgebaut. Ein paar der Gäste hatten Performances vorbereitet. Wer es nicht hatte, steuerte etwas zum gemeinsamen Buffet bei.

Für das Buffet überlegte ich mir auch etwas, meiner Meinung nach Einfallsreiches. Ich rollte Wraps mit einer Salatmischung und Hummus als Aufstrich. Bei zwei der Wraps jedoch mischte ich noch Tabasco-Soße mit hinein. Diese Info schrieb ich auch mit auf meine beigelegte Zutatenliste, und mit den beigefügten Worten „Traue dich“ forderte ich jeden indirekt heraus. Die Idee kam gut an, die Wraps wurden zahlreich gegessen und meine Zutatenliste wurde sehr wertgeschätzt.

Die Party hatte auch ein sehr cooles Motto, nach welchem wir uns kleiden sollten: Kleidung, für die du sonst keinen Anlass hast (oder nur selten). Erst war ich ein wenig in Bange, als ich dies auf der Einladung sah. Mein Kleiderschrank ist ziemlich gut ausgemistet und so ziemlich alles, was ich habe, trage ich. Das Einzige, was mir zunächst einfiel, war meine How-I-met-your-Mother-Entchenkrawatte, die ich wirklich nie anziehe, aber bei dieser wollte ich es auch nicht belassen. Dann jedoch fiel mir auf, dass bestimmte Sportkleidung immer nur für einen bestimmten Anlass getragen werden kann. Da ich länger nicht mehr Trampolin gesprungen, schwimmen und Fahrrad gefahren war, ergänzte ich mein Outfit mit Trampolinsocken, meiner Badehose und meinem Fahrradhelm. Als Oberteil nahm ich ein herkömmliches T-Shirt, weil ich hierfür wirklich nichts anderes habe. Mein Outfit kam echt gut bei den Leuten an und am Ende bekam ich von einigen noch das respektvolle Lob, dass ich den Helm den ganzen Abend lang trug und kein einziges Mal absetzte.

Beim Programm vom Wohnzimmerkonzert war auch noch ein Slot offen, und so entschied ich mich, mit ein wenig Zuspruch der Leute mich nach vorn zu stellen und einen meiner Lieblingssongs zu singen. Zwei der Musiker steuerten mit einer weiteren Stimme und Instrumenten bei. Für mich war das sehr berauschend. So sehr, dass ich kein einziges Mal in Richtung des Publikums schaute, weil ich nicht irgendwelche Blicke missinterpretieren und dadurch über meine Worte stolpern wollte. Ich bin froh, dass ich mich traute und diese neue Erfahrung machte.

Was für ein netter Abend. Danke für die Einladung

Weitere Inhalte zu ähnlichen Themen 👇
,