Ich habe eine schlechte Gewohnheit gebrochen
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Heute hatte ich spät arbeiten müssen. Immer wenn das der Fall ist, nutze ich die Zeit vor der Arbeit so ziemlich genauso gut, um Aufgaben zu erledigen. Einiges konnte ich erledigen, eine Sache jedoch nicht. Bereits seit mehreren Wochen schiebe ich eine Idee für eine Animation vor mir her. Bisher war ich mir in meinem Kopf nie ganz sicher, wie ich es in Programmen umsetzen kann, und hatte nicht genug Geduld, um es herauszufinden.
Nun war der Zeitpunkt gekommen, mich endlich dranzusetzen. Ich probierte mich stundenlang aus, bis ich schließlich herausfand, wie ich meine Idee umsetzen kann. Bevor ich jedoch noch fertig werden konnte, musste ich zur Arbeit. Währenddessen juckte es mich permanent in den Fingern, weiterzumachen.
Als ich nach der Arbeit wieder zu Hause war, setzte ich mich zwar direkt an den Schreibtisch und nahm meine Maus in die Hand, bevor ich etwas realisierte: Dieses Verhalten von mir kenne ich bereits aus der Vergangenheit. Schon oft ist es passiert, dass in den letzten Stunden meiner Schicht und auf dem Heimweg mein Körper sich herunterfuhr und bereit gewesen wäre, optimal zu schlafen, ich dann aber noch etwas erledigen wollte. Dadurch bin ich immer noch einmal wach geworden und mein Körper kam wieder auf Hochtouren. Eines guten Schlafes hatte ich mich schon viel zu oft beraubt und es gibt kaum etwas Wichtigeres.
Ich entschied mich also dazu, meine Maus wieder loszulassen und es morgen in neuer Frische zu Ende zu bringen. Für den Moment stört es mich, jedoch weiß ich auch, dass ich mir dafür danken werde

